Fahrgäste reden am Barbarossaplatz beim neuen Nahverkehrsplan mit
Wer im Linksrheinischen auf Bus und Bahn angewiesen ist, kann jetzt sagen, was besser werden soll. Der Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf wird neu aufgestellt, und unter dem Motto „Bus & Bahn besser machen“ sind dafür die Erfahrungen der Fahrgäste gefragt. Am Freitag, 11. September, kommen die Planerinnen und Planer des Amtes für Verkehrsmanagement nach Oberkassel. Von 14 bis 18 Uhr stehen sie mit einem Informationsstand auf dem Barbarossaplatz, beantworten Fragen zur Neuaufstellung des Plans und nehmen Anregungen entgegen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Das teilt der Pressedienst der Landeshauptstadt Düsseldorf mit.
Der Termin in Oberkassel ist die zweite Station einer Roadshow, die von Donnerstag, 10. September, bis Freitag, 2. Oktober, durch alle zehn Stadtbezirke führt. Für den Stadtbezirk 4 mit Heerdt, Lörick, Niederkassel und Oberkassel ist der Barbarossaplatz der einzige Halt. Wer an diesem Nachmittag nicht kann, findet die übrigen Stationen, etwa in Bilk, Pempelfort oder Kaiserswerth, auf der Projektseite www.duesseldorf.de/nvp.
Parallel dazu läuft seit Montag, 7. September, die Online-Beteiligung. Bis einschließlich Montag, 5. Oktober, lassen sich auf einer interaktiven Karte Hinweise an konkreten Orten im Stadtgebiet setzen, etwa an einer Haltestelle an der Luegallee, an einer Buslinie durch Heerdt oder an einer Strecke über die Oberkasseler Brücke. Gefragt sind Wünsche und Verbesserungsvorschläge ebenso wie Hinweise darauf, was bereits gut funktioniert. Die Karte ist rund um die Uhr erreichbar, auch hier ohne Anmeldung.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller wirbt für die Beteiligung: „Ein zukunftsfähiger Nahverkehr braucht die Perspektive der Menschen, die ihn nutzen. Deshalb möchten wir die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer frühzeitig und umfassend in die Neuaufstellung des Nahverkehrsplans einbinden. Ob online oder direkt vor Ort in den Stadtbezirken: Nutzen Sie die Gelegenheit und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen mit. Gemeinsam können wir daran arbeiten, Busse sowie Straßen- und Stadtbahnen in Düsseldorf noch zuverlässiger, komfortabler und besser erreichbar zu machen.“
Am Mittwoch, 4. November, folgt von 17 bis 19 Uhr ein digitaler Dialog. Er findet online statt und richtet sich auch an Pendlerinnen und Pendler aus der Region, die den Düsseldorfer Nahverkehr regelmäßig nutzen. Der Teilnahmelink wird rechtzeitig auf der Projektseite veröffentlicht.
Die Neuaufstellung geht auf einen Beschluss des Stadtrats zurück, im März 2026 haben die Arbeiten begonnen. Der Nahverkehrsplan legt fest, wo und wie häufig Busse und Bahnen künftig fahren, welche Standards bei Pünktlichkeit, Barrierefreiheit und Komfort gelten und wie der Nahverkehr mit Fahrrad, Sharing-Angeboten und Park-and-Ride verknüpft wird. Der Prozess ist auf rund drei Jahre angelegt und steckt in der ersten Phase, in der das bestehende Angebot analysiert wird. Konkrete Maßnahmen wie geänderte Linienführungen oder dichtere Takte werden erst später auf Grundlage der Rückmeldungen entschieden. Neben den Bürgerinnen und Bürgern werden auch Politik, Verkehrsunternehmen und Verbände früh eingebunden.
Holger Odenthal, kommissarischer Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, erklärt, worum es in dieser Phase geht: „Für die weitere Planung ist es wichtig, ein möglichst genaues Bild davon zu bekommen, wie der ÖPNV heute genutzt wird und wo aus Sicht der Menschen vor Ort Handlungsbedarf besteht. Die Hinweise aus der Beteiligung helfen uns dabei, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen systematisch zu erfassen und in die weiteren Planungsschritte einfließen zu lassen. Deshalb freuen wir uns über eine rege Beteiligung – online, bei der Roadshow und im digitalen Dialog.“
Alle Informationen zum Projekt, die Termine der Roadshow und der Zugang zur Online-Karte stehen unter www.duesseldorf.de/nvp.